Foto: Südkurier 30.10.2012 Julia Russ
Seit über 30 Jahren fahren die Mitglieder des Skiclubs Edelweiß gemeinsam Ski. Sie halten sich mit Joggen und Skigymnastik fit.
 
In der Sporthalle der Stephansschule an einem Dienstagabend geht es sportlich zu: 16 Frauen und Männer laufen zu poppiger Musik im Kreis, springen und hüpfen. Es ist das Aufwärmen der wöchentlichen Skigymnastik, mit dem die Mitglieder des Skiclubs Edelweiß sich nicht nur auf den Alpinsport im Winter vorbereiten, sondern das ganze Jahr über fit halten.

Mittwochs trainiert eine zweite Gruppe mit meist 30 bis 40 Teilnehmern unter der Leitung von Uli Reusch. „Im Sommer treffen wir uns zum Joggen“, erzählt Übungsleiterin Isolde Strobel. Doch im Winter geht es in die Berge: Vier gemeinsame Tagesausfahrten plant der Verein in diesem Jahr, Zürs und Lech sowie St. Anton zählen zu den Zielen. Auch ein Kurzurlaub in Verbier steht an. Skilehrer begleiten die Gruppen, um ein paar technische Tipps zu geben und interessante Routen vorzustellen. Skiunterricht gibt es nicht, denn die meisten Mitglieder sind alte Hasen in diesem Sport, viele sind seit rund 30 Jahren dabei. „Wir sind gemeinsam alt geworden“, stellt Isolde Strobel fest.

Seit 1979 ist die Übungsleiterin Mitglied im Skiclub Edelweiß, der 1977 gegründet wurde, seit 18 Jahren leitet sie die Skigymnastik. Früher seien die meisten Skifreunde des Vereins 20 bis 30 Jahre alt gewesen, heute liege der Altersdurchschnitt eher bei 50 bis 60 Jahren. Da ist der Vorsitzende Christoph Schmitt eher eine Ausnahme: 2006 übernahm der heute 38-Jährige, der vor zwölf Jahren nach seinem Studium aus Bonn nach Konstanz kam, das Amt. „Wenn man in einem Verein etwas bewegen will, muss man sich engagieren“, begründet er seinen Einsatz. Wie viele Vereine habe Edelweiß wenig Nachwuchs, unter den 153 Mitgliedern seien nur rund zehn Kinder. Schmitt sieht im gemeinsamen Skifahren nur Vorteile: Er habe damals als Zugezogener verschiedene Sportangebote ausprobiert und sich im Skiclub sofort wohl gefühlt. „Skifahren ist einfach toll“, erzählt er, „besonders in der Gruppe“.
Bericht Südkurier 30.10.2012 Julia Russ